Fazit:
"Wenn er ein Schwein ist, dann ist er ein sympathisches."
(Rudi Carell bei
'Menschen 2002') |
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Wie kann ein Mann wie Dieter Bohlen nur eine Biographie schreiben (lassen)?
Ganz einfach: Man nehme eine Interviewerin und ein bisschen Recht- oder Umschreibung und fertig ist das Sudelbuch.
Naja, wir wollen nicht übertreiben. Der Titel spricht für sich, und dass der Dieter ein Haudrauf ist, wissen wir schon lange. Bei der Diskussion um die Wahrheit allerdings gehören immer zwei Seiten dazu und die gewisse emotional geprägte Auslegung unserer Erinnerungen.
Die 28 Kapitel sind bestimmten Begegnungen mit lebensbedeutenden Personen gewidmet. Gut so, aber jeder Titel hat auch noch einen Untertitel - z.B. "Verona Oder Da wird Ihnen verkackeiert 1995". Ich würde in dem Fall ENTWEDER / ODER sagen. Gar zu umgangssprachliche Floskeln führen zwar beim Leser zu Vertrautheit - so wie man den Dieter eben kennt. Aber wenn ich zu Beginn des Kapitels Roy Black "ich kriegte einen Anruf..." lese, dann stockt das nicht meinen Atem, aber wohl den Lesefluß ein wenig. Ich will nicht behaupten, dass ich deshalb das Buch beiseite gelegt hatte, ist es doch viel zu verklatscht, aber Kritik tut einem Jury-Kritiker, wie es Dieter ist, ganz gut. Also, liebe Bildzeitungsleser und all diejenigen, die darüber lachen können, lest dieses Buch, bevor es euch aufliest.
Noch ein Tipp für junge Mädchen: wenn ihr wissen wollt,
wie versaute Männer denken, oder warum Dieter seine Gabel
(für die 2 Knödel) nicht dabei hatte, als er das erste
Mal die Höschen von Verona erblickte - Achtung - ihr werdet
unter Umständen Asket(inn)en! Vielleicht ist aber eine
"geile Sau" unter euch, sodass das Gegensätzliche
eintreten mag!?
Ich habe jedenfalls das Buch genossen und werde es aufgrund des Unterhaltungsfaktors weiterempfehlen - natürlich 'Freischnauze'.
Robert Assmann
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