Fazit:
Unterhaltsames Epos einer aufregenden Epoche zwischen Abend- und Morgenland. |
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Konstantinopel brennt! Die prachtvolle Hauptstadt des Byzantinischen
Reiches - erobert, geplündert und in Brand gesetzt von den Rittern
des vierten Kreuzzuges. Einer von ihnen, ein gewisser Baudolino
aus Alessandria, erzählt uns seine unglaubliche Lebensgeschichte.
Umberto Eco ist zurückgekehrt ins Mittelalter, aber nicht
ins später vom Namen der Rose, sondem diesmal ins Hochmittelalter
des Friedrich Barbarossa.
Baudolino, der kleine Bauer aus dem Piemont, voll von phantastischen
Ideen und unerschöpflicher Fabulierlust, führt uns durch
ein überwältigendes historisches Panorama: wie er 1154 als Dreizehnjähriger
Barbarossa begegnet, mit ihm zur Kaiserkrönung nach Rom und
endlich auf den großen Kreuzzug geht. Vor allem aber sind beide
stets auf der Suche nach dem mythischen Reich des Priesterkönigs
Johannes im fernsten Orient.
Ein Geheimnis aber kennt allein Baudolino: Barbarossa, der angeblich
im Fluss ertrank, ist mysteriöserweise bereits in der Nacht
zuvor ums Leben gekommen, und Baudolino ahnt, wer der Mörder
sein könnte.
Abenteuerroman und historischer Roman, phantastische Chronik
und Geschichte eines unmöglichen Verbrechens - Umberto Eco spielt
mit den alten Mythen und Utopien der abendländischen Kultur
- und er wäre nicht Umberto Eco, wenn er dabei nicht zugleich
einen ironischen Blick auf unsere eigene, nicht weniger seltsame
Gegenwart werfen würde.
Hinter diesem Romanwerk steckt kurzum ein überraschendes,
bizarres und ungeheuer aufregendes Epos. (Robert Assmann
für lesewelt.de)
Umberto
Eco, 1932 in Allessandria geboren, lehrte als Prafessor
für Semiotik an der Universitä´tc Bologna und gelangte
durch Im
Name der Rose zu Weltruhm. Zuletzt erschienen von ihm Vier
moralische Schriften (1998),
Lüge und Ironie (1999), Kant und das Schnabeltier (2000) und Derrick oder Die Leidenschaft für das Mittelmaß (2000).
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