Fazit:
Wer hat Kennedy wirklich erschossen und warum ist auf
der Dollarnote eine Pyramide zu sehen? - Antworten im
Buch! |
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Während man den ersten Teil der Illuminatus-Trilogie liest,
entsteht zwangsläufig der Wunsch, die beiden Autoren einmal
persönlich zu treffen. Nur um festzustellen, ob sie nun genial
oder total verrückt sind.
Oberflächlich scheint Illuminatus eine wirre Mischung aus Geschichtsfragmenten
zu sein.
Mal in erster Person, mal aus der Erzählerperspektive, werden
Erlebnisfetzen einzelner Charaktere mit nebensächlichen Handlungen
verwoben und Ereignisse erst nach einer Unterbrechung von mehren
Seiten erläutert.
Eine zeitlich "richtige" Abfolge existiert nur hin und wieder,
meist ist die Zukunft zusammen mit der Vergangenheit in das
scheinbare Jetzt integriert.
Das macht das Lesen zu einer echten Herausforderung, und wenn
man nicht bei der Sache ist, verliert man schnell den dünnen
Faden, der die verschiedenen Fragmente zusammenhält.
Doch so sehr der an Douglas Adams Der lange dunkle fünf Uhr
Tee der Seele erinnernde Schreibstil von Illuminatus auch die
Aufmerksamkeit fordert, die wirkliche Herausforderung liegt
vielmehr zwischen den Zeilen.
Die beiden Autoren verdrehen systematisch Weltbilder und gewohnte
Sichtweisen, bis man sich nicht mehr sicher ist, ob das, was
man liest, nicht eine andere Bedeutung hat als die Buchstaben,
die man sieht.
Dabei bewegt sich Illuminatus nicht so platt in einer dem Foucaultschen-Pendel-ähnlichen
Welt der Verschwörungen und Geheimbünde, wie es heute im Mystery-Wahn
üblich ist.
Man kann die Geschichte um die Illuminaten und die Zahl 23 nicht
wirklich ernst nehmen, und genau das macht sie so anziehend
geheimnisvoll.
Ist man erst einmal in die mehrperspektivische Gedankenwelt
eingedrungen, fangen manche Überlegungen an, ein Eigenleben
zu entwickeln und setzen sich, noch während man über sie lacht,
im Gehirn fest.
Fängt man dann an, die täglichen Dinge in Zweifel zu ziehen,
beginnt der durch den komplizierten Text hochgeschraubte Verstand
gewohnte Bahnen zu verlassen.
Wer bis zu diesem Punkt kommt, wird entweder paranoid oder Illuminatus
lachend als Meisterwerk verehren.
In New York explodiert eine Bombe. Die Mordkommission stößt
bei ihren Ermittlungen auf einen Geheimbund der die ganze Welt
unterjochen will.
In einer visionären Vermischung von Erzähltechniken des Science-fiction-Romans,
des Polit-Thrillers und des modernen Märchens jagen die Autoren
den staunenden, erschrockenen und lachenden Leser durch die
jahrhundertelange Geschichte von Verschwörungen, Sekten, Schwarzen
Messen, Sex und Drogen.
In den USA bereits ein Insider-Bestseller, sorgt der Rock'n'Roll-Thriller
auch beim deutschen Leser für intellektuellen Lesespaß.
Leser aus den USA beschreiben es so:
Wenn Sie ein traditionell geschriebenes Buch suchen mit
klar festgelegtem Anfang und Ende, ist dieser Titel nichts für
Sie.
Wenn Sie allerdings nach einem Buch suchen, daß Sie dazu
bringt, Dinge auf völlig neue Art zu sehen und das ihrem Denken
eine völlig neue Richtung (oder zwei oder drei oder vier...)
gibt, dann lesen sie die Illuminatus-Trilogie. Jetzt sofort.
Aber nehmen Sie es nicht bierernst.
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