Fazit:
Jedes Bild verlockt zum Entdecken immer neuer Perspektiven
- ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen möchte! |
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Fasziniert von
optischen Phänomenen und in dem Versuch, die Grenzen der Malerei
auszuloten, schufen Maler von jeher Vexier-, Dreh- und Kompositbilder
- also Doppelbilder, die je nach Sicht und Standpunkt des Betrachters
unterschiedliche Bedeutungsebenen preisgeben.
Diese vielgestaltige Tradition stellt der üppig illustrierte
Bildband vor, ausgehend von Giuseppe Arcimboldos Jahreszeitenbildern
über indische und persische Miniaturen anthropomorpher Fantasielandschaften
bis hin zu Arbeiten großer Surrealisten wie Max Ernst und Salvador
Dalí. So hat das katalanische Malergenie etwa für sein Werk
"Das endlose Rätsel" nicht weniger als sechs verschiedene
Wahrnehmungsebenen entwickelt, in denen die Bestandteile des
Bildes sich für den Betrachter durch unterschiedliches Fixieren
einzelner Bereiche zu immer neuen Szenarien ergänzen.
In einer einzigartigen Zusammenschau mehrdeutiger Werke aus
unterschiedlichen Kulturkreisen und Epochen wird die gesamte
Komplexität des künstlerischen Phänomens aufgezeigt und die
Bedeutung dieser Methode hervorgehoben. Der Band richtet sich
dabei neben dem Fachpublikum auch ausdrücklich an jeden neugierigen
Bilderfreund mit Lust am Sehen und Entdecken.
(Copyright
© 2004 lesewelt.de)
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