Fazit:
Dieser Ausstellungskatalog erklärt uns die geheimnisvollen Blackbox in der postmodernen Kunst. |
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Es
ist ein Lieblingsspiel der zeitgenössischen Kunst, dem Kunstbetrachter
im verdunkelten Raum alle Bezugspunkte zur gewohnten Realität
zu entziehen.
Im »White Cube« des Museumsraums funktioniert die »Black Box«
als Zauberkasten, der das Sehen und Hören wieder neu lehrt.
Der Schwarzraum wird zum existenziellen Erfahrungsort. Zudem
stellt der eigentlich inexistente, weil verdunkelte Raum ein
Paradoxon dar, das komplexe Interpretationen erlaubt.
Neben einer konzisen Einführung in Phänomen, Geschichte und
Gegenwart des Parameters Schwarzraum bietet die Publikation
Beiträge namhafter Kunsthistoriker zur Bedeutung der Dunkelkammer
in der Foto-, Film- und Videokunst sowie zu ihrer Rolle als
eigentümlicher Ort des Museums und der Psyche.
Exemplarische Installationen von Künstlern wie Gary Hill,
Tatsuo Miyajima, Louise Bourgeois oder Olafur Eliasson werden
detailliert analysiert.
In der Untersuchung der Kunsträume erschließen sich verwandte
Ideenkomplexe wie Platons Höhlengleichnis oder Chaosund Erkenntnistheorie,
aber auch anthropologische Aspekte.
Erstmalig liegt damit in diesem Kompendium eine ebenso spannende
wie,umfassende Aufarbeitung des Phänomens »Black Box« vor.
(Copyright © 2002 Hatje Cantz)
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