Fazit:
Das Buch zum Pop-Art-Comic-Sex-Strip! |
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Keith Haring und seine Strichmännchen sind weltbekannt.
Er hat mit seinem freizügigen Umgang bezüglich des
sexuellen Miteinanders die ganze Pop-Art-Szene revolutioniert.
In seiner Malerei läßt er Unterschiede zwischen Schwarz
und Weiß, hetero- oder homosexuell, Mensch und Tier, natürlicher
und künstlicher Welt auslöschen.
Abhandlungen zur homoerotischen Kunst in Amerika, dem Bestand
seiner Wirkungskraft in der Gegenwart, über das Labyrinth
von Leben und Tod und zu seinen Skulpturen sind im Band enthalten.
Miteinander verflochtene Zeichen bilden in seinem Werk einen
ganz besonderen Fluß, der nicht kitschig wirkt, sondern
nach ornamentaler Bewunderung fragt. Denn was mit Computerkunst
in Sekunden erstellt ist, ist für den schaffenden Künstler
ein ganz individueller Part (auch nur das kleinste Comic-Pixel).
Wie jeder weiß, starb Haring 1990 an Aids - also dürfen
wir seine Bilder als Entsetzen, sowie als Stimulanzien auf uns
wirken lassen.
Seinen ausweglosen Kampf mit der Zeit hat er wie ein Chamölion
mit Kreidezeichnungen in New Yorker U-Bahn-Schächten, an
italienischen Kirchenfassaden, mit der Videokamera, mit seinen
legendären Pop-Shops, die er mit Andy Warhol, Madonna,
Brooke Shields und u.a. Grace Jones weltweit eröffnete
und mit politischen Plakataktionen besiegt. Mit 24 Jahren erlangte
er auf der Documenta in Kassel (1982) Weltruhm.
Postmoderne Künstler, wie Rizzi oder Jim Avignon sind nur
zwei weiterführende Äste seines Pop-Stils. (Robert
Assmann)
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